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Tipps für mehr Nachhaltigkeit in der Gastronomie

Nachhaltigkeit in der Gastronomie ist schon lange kein unwichtiges Thema mehr! Denn auch viele Gäste achten beim Restaurantbesuch auf Nachhaltigkeit. Das Thema wird also auch zukünftig weiter in den Fokus rücken – wirtschaftliches Arbeiten spielt dabei eine ebenso große Rolle wie der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Ressourcen. Den eigenen Betrieb nachhaltig zu gestalten ist jedoch nicht einfach und oft mit hohem Aufwand verbunden. Wie Sie den Anfang machen können, zeigen wir Ihnen in unseren Tipps.

Eine Hand hält ein kleines wachsendes Pflänzchen in Erde

Energie sparen

Der Energiebedarf in unserer Gesellschaft ist immens und trägt maßgeblich zur Umweltbelastung bei. Eine effiziente Verwendung von Energie hilft, den Anstieg der CO2- Emissionen und den Rohstoffabbau zu begrenzen – und spart zudem Geld. LED- Beleuchtung und energiesparende Geräte sind dabei einfache und effektive Möglichkeiten um Energie einzusparen und unserer Umwelt etwas Gutes zu tun.

Andere Maßnahmen erfordern lediglich einen achtsamen Umgang mit der Energie und kosten dabei keinen Cent: Achten Sie darauf, dass beim Verlassen eines Raumes alle Lichter gelöscht werden oder setzen Sie in wenig benutzen Bereichen, wie beispielsweise Korridore, Toiletten oder Kühlräume, einen Bewegungsmelder ein.

Informieren Sie sich beim Kauf von Elektrogeräten über den Energieverbrauch. Der etwas höhere Preis energiesparender Geräte amortisiert sich bereits nach kurzer Zeit. Vermeiden Sie Unnötige Energieverluste beim Kochen und Backen. Schalten Sie die Herdplatten so spät wie möglich ein, und tauen Sie ihre Lebensmittel rechtzeitig auf – Tiefgefrorenes gehört nicht in den Backofen!

Unser Tipp

LED Lampen können durch die richtige Wahl der Farbtemperatur das Ambiente eines Raumes maßgeblich beeinflussen. Wählen Sie warmweiße Leuchtmittel für eine gemütliche Atmosphäre (Farbtemperatur ca. 2700K) – Räume, in denen konzentriert gearbeitet werden soll, beleuchten sie besser mit kaltweißem Licht (Farbtemperatur ca. 4000K).

Formschöne Gläser gefüllt mit Wasser
Eine brennende Glühbirne die in Erde steckt

Wasser sparen

Obwohl die Erde zu zwei Dritteln aus Wasser besteht, ist Wasser eine endliche Ressource. Gastronomische Betriebe haben selbstverständlich einen höheren Wasserverbrauch als ein durchschnittlicher Haushalt. Dennoch können Gastronomen die Arbeitsabläufe in ihren Lokalen so optimieren, dass Wasser eingespart werden kann. Das spart nicht nur Ressourcen und ist gut für die Umwelt, sondern schont auch den Geldbeutel. Nutzlos verbrauchtes Wasser kann einen Betrieb jährlich mehrere tausend Euro kosten. Durch einige kleine Umstellungen kann hier schon viel erreicht werden!

Unser Tipp

Eine speziell für den Gastronomiebedarf geeignete Spülmaschine reduziert den Wasserverbrauch deutlich!

Abfall vermeiden

Täglich landen große Mengen Lebensmittel, Verpackungen und andere Abfälle in den Mülltonnen der Gastronomiebetriebe. Die Verschwendung von Nahrungsmitteln und der stetig wachsende Plastikberg sind nicht nur ethische Fragen, sondern auch ein finanzieller Faktor, der nicht außer Acht gelassen werden darf. Um die tägliche Müllmenge möglichst klein zu halten, können Sie einige kleine Tipps in Ihren Betrieb integrieren.

knackiger Salat ansprechend in Bügelverschlussglässern angerichtet
Nachhaltige Einwegprodukte aus Palmblatt

Weniger Verpackungen

Verzichten Sie auf Portionsverpackungen für Zucker, Butter, Kaffeesahne usw. Verwenden Sie stattdessen Spender – das spart nicht nur unnötigen Verpackungsmüll, sondern sieht auch schöner aus. Kaufen Sie außerdem Großgebinde, wenn Sie große Mengen eines Produktes verbrauchen und achten Sie darauf, dass Ihr Lieferant Mehrwegverpackungen und Behälter verwendet.

Alternative Einwegprodukte

Wenn Sie an Einweggeschirr nicht vorbeikommen, wählen Sie ökologisches Material: Becher und Schüsseln gibt es z. B. auch aus Pappe, Zuckerrohr und Palmblatt. Die Plastikalternativen schonen die Umwelt und sind teilweise sogar kompostierbar. Die beste Alternative zu Plastikgeschirr bleiben natürlich wiederverwendbare Produkte – also zum Beispiel Porzellan.

Richtiges Trennen

Trennen Sie Ihren Abfall konsequent. Alles, was an Wertstoff, Papier und Biomüll in der Restmülltonne landet, kostet bares Geld, weil Sie dann eine unnötig große Restmülltonne benötigen. Helfen Sie Ihren Mitarbeitern und Gästen dabei, indem Sie Abfalleimer für jede Art Müll aufstellen und diese gut kennzeichnen.

Regional und saisonal einkaufen

In der heutigen Zeit sind wir es gewohnt, eine große Auswahl an Lebensmittel zur Verfügung zu haben – und das das ganze Jahr über. Exotische Früchte und Speisen sind bereits fester Bestandteil unserer Ernährung und neue Superfood- Trends verdrängen regionale Produkte. Der ökologische Fußabdruck der importierten Ware ist durch die lange Liefer- und Kühlungskette jedoch enorm. Kaufen Sie stattdessen regionale und saisonale Produkte, so reduzieren sich die CO2-Emissionen für Kühlung und Transport – und die Umwelt wird geschont.

Frisches Gemüse regional und saisonal einkaufen

Marketing und Kundenbindung

Regionale und saisonale Lebensmittel liegen bei den Gästen sogar noch höher im Kurs als Produkte mit Bio oder Fairtrade Siegel. Insbesondere bei Obst, Gemüse, Fleisch und Milchprodukten wird viel Wert auf Regionalität gelegt. Erstellen Sie Menüs mit saisonalen Gerichten und passen Sie ihre Speisekarte der aktuellen Saison an. Zeigen Sie Ihren Gästen die kulinarischen Schätze der Region und lassen sie Hausmannskost neu aufleben.

Stärkung der regionalen Wirtschaft

Kaufen Sie direkt vom Erzeuger. Damit tun Sie nicht nur Ihrem Betrieb und Ihren Gästen, sondern der gesamten Region etwas Gutes. Die Umsätze aus dem Lebensmittelhandel fließen nicht zum Großhandel ab, sondern bleiben in der Region. Durch die erhöhte Nachfrage werden die lokalen Produzenten unterstützt. Mit der Unterstützung der heimischen Wirtschaft stärken Sie den Standortfaktor für Ihren gastronomischen Betrieb in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Der persönlichere Kontakt zwischen Ihnen und den lokalen Produzenten stärkt das Vertrauen untereinander und verbessert so die Zusammenarbeit.

Unser Tipp

Es kommt bei den Gästen gut an, wenn sie über die Herkunft der regionalen Lebensmittel transparent informiert werden. Fügen Sie Bilder der Bauernhöfe in die Speisekarte ein, von denen Sie ihre Ware beziehen – das schafft ein gutes Gefühl und wirkt authentisch.

FAQs zur Nachhaltigkeit in der Gastronomie

Was bedeutet Nachhaltigkeit in der Gastronomie zusammengefasst?

  • Sparsamer Umgang mit Energie und Wasser
  • Reduktion aller Abfälle
  • Verwendung saisonaler, regionaler, nachhaltig produzierter und umweltschonender Produkte
  • Nachhaltige Speisekarte
  • Umweltschonende Ausstattung
  • Soziale und gesundheitsunbedenkliche Arbeitsbedingungen

Welche Maßnahme ist am günstigsten umzusetzen?

Am wenigsten kostet es, das Bewusstsein für nachhaltiges Verhalten zu stärken. Analysieren Sie die Schwachstellen in Ihrem Betrieb, informieren und motivieren Sie Ihre Mitarbeiter, sich umzustellen und aktiv mitzudenken. ODER: Eine Heizung runterzudrehen, die grundlos heizt, kostet nichts und spart auf jeden Fall Energie und Geld.

Welche Maßnahme ist am schnellsten umzusetzen?

Der Austausch alter Stromfresser ist am schnellsten erledigt und macht sich schon bald in Ihrer Stromrechnung bemerkbar.

Passt Nachhaltigkeit denn zu jedem Konzept?

Ja – vielleicht nicht in gleichem Maße, aber jeder Gastronomiebetrieb kann etwas zum Schutz der Umwelt beitragen. Selbst ein Imbissstand, der auf niedrige Preise achten muss, kann zum Beispiel seine Beleuchtung auf LED umstellen oder umweltfreundliche Einwegverpackung für einen kleinen Aufpreis anbieten.

Nachhaltige Produkte sind teuer. Wie kann ich da trotzdem Gewinn erzielen?

Natürlich muss ein Betrieb wirtschaftlich sein. Meist kosten nachhaltig produzierte Produkte etwas mehr. Das ist richtig. Doch wenn man Maßnahmen zum Sparen von Strom, Abwasser und Restmüll gleichzeitig umsetzt, gleichen sich die Investitionen recht schnell mit den Einsparungen aus. Kommunizierbares Umweltengagement ist außerdem ein positiver Imagefaktor. Über die Hälfte der Gastronomen binden mit nachhaltigen Maßnahmen wirkungsvoll Gäste, schärfen ihr Konzept-Profil und sichern sich somit sogar Wettbewerbsvorteile. Langfristig lohnt sich der Wandel zu einem nachhaltigen Betrieb.

Woher weiß ich, welche Produkte wirklich nachhaltig produziert wurden?

Hier lohnt sich der enge Kontakt mit regionalen Produzenten, damit Sie alle relevanten Informationen über die Herstellung bekommen. Siegel helfen manchmal, sind aber nicht unbedingt für alle Aspekte der Nachhaltigkeit aussagekräftig. Das oberste Gebot bleibt hier Transparenz und kritisches Nachfragen.

Sind meine Gäste wirklich bereit, etwas mehr zu zahlen, wenn alles nachhaltig ist?

Ja. Neueste Umfragen belegen, dass das Umweltbewusstsein der Deutschen weiter wächst. Das beinhaltet auch das Erlebnis des Essen Gehens. Kundenkommunikation steigert die Bereitschaft, für umweltschonend zubereitete Speisen und Getränke mehr zu zahlen.

Gibt es Förderprogramme für mehr Nachhaltigkeit in der Gastronomie?

Das Bundesamt für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Energieberatungen und Umsetzungsberatungen über Zuschüsse von bis zu 80 % der Beratungskosten. Auch die Anlagentechnik wie Mini-Blockheizkraftwerke, Solarkollektoren und Wärmepumpen fördert das BAFA. Über die KfW sind Kredite für Energieeffizienzmaßnahmen und erneuerbaren Energien zu erhalten.

Gibt es eine Auszeichnung für besonders nachhaltige Gastro-Betriebe?

Ja, zum Beispiel der "DEHOGA Umweltcheck".

Wie kann ich mit meinem Lieferservice zum Umweltschutz beitragen?

Bei der Verpackung lässt sich immer Restmüll und Plastik einsparen. Es gibt eine ganze Reihe recycelbarer Materialien, die sich auch funktional sehr gut eignen. Oder wie wäre es mit einem E-Fahrzeug? Vielleicht können Sie ja Ihren Roller durch ein E-Bike ersetzen?

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